Carl Michaelis

 

 

 

Müßiggang heißt das Genießen der Ruhe ohne Erholungsbedürfnis und ohne vorhergegangene Arbeit. Der Müßiggang entspringt meist aus Trägheit, bisweilen Genusssucht, die auf gesellige Vergnügen, Reisen, ästhetisierende oder literarische Näscherei usw. gerichtet ist. Geschäftiger Müßiggang ist die regellose und daher meist unnütze Geschäftigkeit. Nach dem Strafgesetzbuch ist Müßiggang soviel wie Arbeitsscheu und wird unter Umständen mit Strafe belegt.

 aus: Kirchner's Wörterbuch der Philosophischen Grundbegriffe. (1911)

 


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