Martin Luther

1483 - 1546

 

 

Denn Gott will keine faulen Müßiggänger haben, sondern man soll treulich und fleißig arbeiten, ein jeglicher nach seinem Beruf und Amt, so will er den Segen und das Gedeihen dazu geben. Der Mensch ist zur Arbeit geboren wie der Vogel zum Fliegen.

 

Gott sorgt, wir aber sollen arbeiten.

 

Es ist die größte Versuchung, dass niemand seinen Beruf treulich erfüllt, sondern alle sich der Muße ergeben wollen.

 

Voll sein und müßiggehen ist die größte Plage auf Erden.

 

Müßiggang ist Sünde wider Gottes Gebot, der hier Arbeit befohlen hat.

 

Wenn du eine geringe Hausmagd fragst, warum sie das Haus kehre, die Schüsseln wasche, die Kühe melke, so kann sie sagen: Ich weiß, dass meine Arbeit Gott gefällt.

 

Es ist ein Elend in diesem Leben! Die in Muße und Wohlstand leben, wollen nichts schaffen; und die anderen werden daran verhindert durch ihre Armut und durch ihre Belastung mit einem vielerlei von Geschäften.

 

Von Arbeit stirbet kein Mensch; aber von Ledig- und Müßiggehen kommen die Leute um Leib und Leben.

 

Wer treulich arbeitet, der betet zwiefältig. Aus dem Grunde, dass ein gläubiger Mensch in seiner Arbeit Gott fürchtet und ehret und an seine Gebote denkt.

 


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