Georg Christoph Lichtenberg

1742 - 1799

 

 

Man sollte nie soviel zu tun haben, dass man zum Nachdenken keine Zeit mehr hat.

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Ich fing erst gegen das Ende meines Lebens an zu arbeiten, und mein bißchen Witz aufs Profitchen zu stecken.

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Marivaux zu einem gesunden Bettler: Könnt Ihr nicht arbeiten? Der Bettler: Ach lieber Herr, wenn Sie wüssten wie faul ich bin, Sie würden gewiss Mitleiden mit mir haben. Diese Aufrichtigkeit gefiel ihm und er gab ihm etwas.

aus den »Sudelbüchern«

 

Personen, die am aufgelegtesten sind, sich mit praktischen Dingen zu beschäftigen, oder, was man in der gelehrten Welt jetzt arbeiten nennt, sind die, die am wenigsten Unterhaltung in sich selbst finden.

 

Mäßigkeit setzt Genuss voraus, Enthaltsamkeit nicht. Es gibt daher mehr enthaltsame  Menschen als solche, die mäßig sind.

 

Weil die Menschen sehr geneigt zum Aufschieben und zur Langsamkeit sind und gemeiniglich das, was um 5 Uhr des Morgens vor sich gehen soll, erst um 6 Uhr geschieht, so kann man sicher darauf rechnen, dass man die Oberhand in einer Sache behält, wenn man alles ohne den geringsten Verzug unternimmt.

 


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