Lao-tse

4./3. Jh. v. Chr.

 

 

Wer das Lernen übt, vermehrt täglich.
Wer den Sinn übt, vermindert täglich.
Er vermindert und vermindert,
bis er schließlich ankommt beim Nichtsmachen.
Beim Nichtsmachen bleibt nichts ungemacht.
Das Reich erlangen kann man nur,
wenn man immer frei bleibt von Geschäftigkeit.
Die Vielbeschäftigten sind nicht geschickt,
das Reich zu erlangen.

aus: Tao te king, Vers 48

 

Übe die Reglosigkeit, beschäftige dich mit Untätigkeit, finde im Verzicht Genuss - und du siehst das Große im Kleinen, das Viele im Wenigen.

 

Nichtstun ist besser als mit viel Mühe nichts schaffen.

 

Das Allerweichste der Welt
Holt im Rennen das Allerhärteste ein:
Ins Lückenlose dringt, was ohne Sein
Daran erkennen wir:
Was ohne Tun ist, wird mehr.
Nicht redend lehren,
Ohne Tun sich mehren
Wird auf der Welt nur selten erreicht.

 

Durch Leichtfertigkeit verliert man die Wurzeln, durch Unruhe die Übersicht.

 

Lasst Hast und Betriebsamkeit sein. Schließt den Mund. Nur dann werdet ihr den Geist des Tao begreifen.

 

Die größte Offenbarung ist die Stille.

 


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