Marcus Tullius Cicero

106 - 43 v. Chr.

 

 

Gerade das erfreut mich: nichts zu tun und völlig untätig zu sein.

aus: Über den Redner

 

Nichts ist so beliebt wie Frieden, Ruhe und otium.

 

Bei Beginn des Jünglingsalters, zu einer Zeit, da unsere Einsicht noch schwach ist, entscheidet sich jeder für den Beruf. So kommt es, dass die meisten bereits an eine bestimmte Berufs- und Lebensbahn gefesselt sind, ehe sie noch zu beurteilen vermögen, was für sie das Beste sein würde.
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Was kann aus einem Laden Ehrenhaftes kommen, und was kann der Handel Ehrenvolles hervorbringen? Alles, was Laden heißt, ist eines ehrenhaften Mannes unwürdig..., da die Kaufleute, ohne zu lügen, nichts verdienen können; und was ist schändlicher als die Lüge? Deshalb muss das Gewerbe derer, die ihre Mühe und Geschicklichkeit verkaufen, als niedrig und gemein betrachtet werden, denn wer seine Arbeit für Geld hergibt, verkauft sich selbst und stellt sich auf eine Stufe mit den Sklaven.

aus: Von den Pflichten

 

Arbeit schafft Hornhaut gegen den Kummer.

 

Getane Arbeiten sind angenehm.

 

Nichtstun erquickt.

 

Von allen Beschäftigungen (negotia) ist nur eine des Römers würdig; die politische Tätigkeit; jede andere Tätigkeit ist daher otium und hat nur insoweit Berechtigung, als sie zur Entspannung und Sammlung neuer Kräfte dient oder durch außergewöhnliche Verhältnisse erzwungen ist; aber auch dann darf das otium nicht zur Trägheit werden, sondern muss einen Eigenwert haben, der in der Förderung der Gemeinschaft liegt.

 


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